Schulleiter Dr. Uwe Plenzke im Interview
Schulneubau
„Endlich geht es los“ - Der Schulneubau der Oberlinschule
Wie ist der aktuelle Stand des Projekts?
Dr. Uwe Plenzke: Wir freuen uns, dass mit dem Neubau der Schule begonnen werden kann. Die ersten Planungen für das Projekt lagen bereits 1991 vor. Das neue Gebäude wird zwischen dem jetzigen Hauptgebäude der Oberlinschule und der Straße Alt Nowawes errichtet. Nach angeregten Gesprächen mit unserem Architektenbüro, der Bau - Arbeitsgruppe in der Oberlinschule sowie mit dem Gebäudemanagement im Oberlinhaus liegen genaue Pläne zur Gebäudestruktur und für die künftige Raumnutzung vor.
Welche Erwartungen haben die Schülerinnen und Schüler?
Dr. Uwe Plenzke: Die Kinder und Jugendlichen möchten sich innerhalb der Schule, aber auch im direkten Umfeld des Gebäudes frei bewegen können. Sie malen Bilder von weitläufigen Klassenräumen, Klönecken, Rückzugsbereichen, einem Theaterraum und einem Fußballplatz.
Welche Rolle spielen die Sanierung und der Neubau der Oberlinschule für den Verein Oberlinhaus?
Dr. Uwe Plenzke: Die Oberlinschule bildet neben der Frühförderung im Kleinstkindalter und dem Berufsbildungswerk im Oberlinhaus mit über 800 Auszubildenden einen wesentlichen Bestandteil des Gesamtangebots im Verein Oberlinhaus. Der Unterricht kann entsprechend der Bildungswegempfehlung nach dem Rahmenlehrplan der Grundschule, der Oberschule oder entsprechend der Förderschwerpunkte ‚Lernen’ oder ‚geistige Entwicklung’ erfolgen. Die Oberlinschule vergibt alle Abschlüsse der Sekundarstufe I und der Förderschulen des Landes Brandenburg. Insofern widmen wir dem Neubau unserer Oberlinschule als einem Ort des liebevollen und gleichzeitig anspruchvollen Lernens und der Rehabilitation für Kinder und Jugendliche mit Körper- oder Mehrfach- oder Sinnesbehinderung große Aufmerksamkeit.
Würden gerne noch mehr Kinder mit Behinderung an der Oberlinschule lernen?
Dr. Uwe Plenzke: Ja, sowohl die Beschulungsanfragen als auch die Schülerzahl steigen seit Jahren kontinuierlich an. Während im Schuljahr 2007/2008 insgesamt 231 Schülerinnen und Schüler in der Oberlinschule lernten, werden es im neuen Schuljahr schon 246 Kinder und Jugendliche sein. Am Wichtigsten sind kleine Schulklassen, individuelle Zuwendung und Förderarbeit sowie eine medizinisch-therapeutische Betreuung. Die Oberlinschule bietet genau das an. Es wird jedoch in dem alten Hauptgebäude der Oberlinschule immer schwieriger, den Bedürfnissen der Kinder und des Lehrpersonals gerecht zu werden.
Wie finanziert sich das gesamte Bauvorhaben?
Dr. Uwe Plenzke: Das Bauvorhaben ist in zwei Blöcke gegliedert, in den Schulneubau mit einer Mehrzweckhalle und in die Sanierung unseres derzeitigen Hauptgebäudes, den Altbau. Für den Neubau benötigen wir 8,5 Millionen Euro. Wir erhalten einen Zuschuss von 1 Million Euro aus dem Bundesinvestitionsprogramm „Zukunft Bildung und Betreuung “ für Ganztagsschulen. Der Verein Oberlinhaus wird Eigenmittel und Kredite in Höhe von 6,4 Millionen Euro verwenden. Darüber hinaus beantragen wir Stiftungsgelder und hoffen auf viele private Spender, die unser Bauvorhaben mit den restlichen 1,1 Millionen Euro engagiert unterstützen.
Haben Sie noch weitere Fragen oder wünschen Sie ein persönliches Gespräch? Rufen Sie uns gerne an unter 0331 763-4892 oder schreiben Sie uns eine E-Mail an oberlinschule@oberlinhaus.de.


























