Oberlinschule

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Oberlin – ein Name steht für Menschlichkeit und Fürsorge

Geschichte der Oberlinschule

Johann Friedrich Oberlin

Namensgeber unseres Hauses ist der elsässische Pfarrer Johann Friedrich Oberlin (1740 – 1826). Oberlin, selbst Vater von neun Kindern, gilt als Begründer der organisierten Kleinkinderfürsorge in Europa. Die Ausbildung und Bildung von Kindern und Jugendlichen lag ihm besonders am Herzen. Sein Schaffen geht jedoch weit darüber hinaus: Er setzte sich für die Gemeinde-, Armen- und Krankenpflege ein und unterstützte mit Ideenreichtum die Volkswohlfahrt. Viele Einrichtungen würdigten sein Handeln, indem sie ihre Institutionen nach ihm benannten. Dazu gehört auch der 1871 gegründete Oberlinverein, der nur wenige Jahre später im Weberstädtchen Nowawes – einem Teil des heutigen Potsdam-Babelsberg – das Diakonissenmutterhaus "Oberlinhaus" errichtete.

Das "Oberlinhaus" in Nowawes – neue Maßstäbe in der Fürsorge
Im Laufe der Jahre konnte sich das Oberlinhaus im medizinischen und pädagogischen Bereich erweitern. Einen markanten Punkt bildete das Jahr 1886, als das Oberlinhaus in Nowawes einen körperbehinderten Jungen und ein Jahr später ein taubblindes Mädchen aufnahm. Nun begann die sonderpädagogische Arbeit, mit der der Verein Oberlinhaus bis heute identifiziert wird. 1906 wurde offiziell das "Taubstummenblindenheim" eröffnet und blieb bis 1962 die einzige Einrichtung seiner Art in ganz Deutschland. 1952 integrierte der orthopädische Klinikbereich des Oberlinhauses die Schule für Körperbehinderte.

Staatlich anerkannt
1991 folgte die Genehmigung zur Führung der Oberlinschule als Förderschule für Körperbehinderte - als erste Einrichtung in Brandenburg. Seit 1992 ist die Oberlinschule als Ersatzschule staatlich anerkannt. Heute versteht sich das Oberlinhaus als eine ganzheitliche Einrichtung mit dem Anspruch, seine Schüler zu erziehen und auszubilden sowie ihnen die nötige medizinische und therapeutische Pflege zukommen zu lassen. Im Mittelpunkt steht dabei das einzelne Kind, dem die Möglichkeit zur Selbstentfaltung gegeben werden soll.

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